|
January 16, 2004
Zwei Jahre nach dem Start des Bundesprogramms Ökologischer
Landbau (BÖL) hat der Parlamentarische Staatssekretär im
Bundesverbraucherministerium, Matthias Berninger, heute auf der
Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin eine positive
Zwischenbilanz gezogen: Das Programm war zunächst für zwei Jahre
aufgelegt. "Dass wir heute keine Schlussbilanz ziehen, gehört zu
den Erfolgen des Programms: Nicht nur im Haushalt 2004, sondern
in der mittelfristigen Finanzplanung bis zum Jahr 2007 sind
Mittel für die Fortführung des Bundesprogramms vorgesehen",
sagte Berninger heute in Berlin. "Dass sowohl der Ökolandbau als
auch der Biomarkt in den letzten Jahren trotz des schwierigen
wirtschaftlichen Umfeldes weiter gewachsen ist, gehört zu den
Erfolgen des Programms."
Zukünftig werden die nachfrageorientierten
Aktivitäten des Bundesprogramms weiter verstärkt, erfolgreiche
Projekte zur Unterstützung von Landwirtschaft, Beratung,
Verarbeitung und Handel fortgeführt und gezielt praxisnahe
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben unterstützt.
Als Beispiel eines praxisnahen Forschungs- und
Entwicklungsvorhabens hob der Staatssekretär das BÖL-Projekt
"Analyse und Umsetzung einer regionalen Marketingstrategie für
Biomilch" hervor, das von der Milcherzeugergemeinschaft Hessen
geleitet und von der Bundesanstalt für Milchforschung aus Kiel
wissenschaftlich begleitet wird. Ziel des Projektes ist die
modellhafte Erprobung eines regionalen Marketingkonzeptes für
Bio-Milchprodukte im Verbund mit verschiedenen Partnern aus der
Wertschöpfungskette (Upländer Bauernmolkerei, tegut, regionaler
Naturkosthandel).Vor dem Hintergrund des aktuellen
Bio-Milchmarktes wird erforscht, ob durch die Umsetzung einer
regionalen Marketingstrategie höhere Erzeugerpreise für
Bio-Milchprodukte bzw. Absatzsteigerungen möglich seien. Für die
Umsetzung des Projektes übergab Berninger der Geschäftsführerin
der Milcherzeugergemeinschaft Hessen heute auf der IGW den
Zuwendungsbescheid. |