Gatersleben, Germany
August 1, 2006Im
brandenburgischen Badingen haben militante Gentechnikgegner am
Wochenende eine 150 Quadratmeter große Anbaufläche zerstört. Auf
der Fläche hatte ein landwirtschaftlicher Betrieb gentechnisch
verbesserten Bt-Mais angebaut, um den gefährlichen Schädling
Maiszünsler, der bereits ein Viertel der deutschen
Maisanbaufläche befällt, zu bekämpfen. Die Arbeitsgemeinschaft
Innovative Landwirte im
InnoPlanta e.V. (InnoPlanta AGIL) verurteilt diese
Zerstörung.
Die InnoPlanta AGIL begrüßt,
dass gegen 90 Aktivisten Verfahren eröffnet werden. Gleichzeitig
sollten aber auch diejenigen, die zu der Zerstörung aufgerufen
hatten, zur Rechenschaft gezogen werden.
Zu den Vorgängen am 30. Juli
2006 sagt InnoPlanta AGIL Sprecher Karl-Friedrich Kaufmann: „Mit
unserer Aktion ‚Kein Faustrecht in Deutschland’ wollten wir den
angereisten 150 Gentechnikgegnern die Stirn bieten. Besonders
haben wir uns über die Unterstützung der Paten für Innovative
Landwirte, Dr. Christel Happach-Kasan (MdB) und Professor
Klaus-Dieter Jany, gefreut. Zerstörung darf kein Mittel der
Auseinandersetzung um die Grüne Gentechnik sein. Eine lokale
Umfrage der Brandenburger Gransee-Zeitung und des Oranienburger
Generalanzeigers hat außerdem ergeben, dass 66,2 Prozent der
Befragten für die Nutzung der Pflanzenbiotechnologie in der
Landwirtschaft stimmen.“
Karl-Friedrich Kaufmann
begründet auch den Einsatz der Grünen Gentechnik: „Landwirte,
die sich für den Anbau von zugelassenen Bt-Maissorten
entscheiden, handeln völlig legal. Sie haben sich für eine
Variante des Maisanbaus entschieden, die den Einsatz von
Pflanzenschutzmitteln überflüssig macht. In Regionen, die vom
Maiszünsler bedroht sind, sichert die Pflanzenbiotechnologie
Landwirten daher auf umweltschonende Art und Weise ihre Erträge.
Etliche Studien belegen die Vorteile von Bt-Mais. Da einigen
Gentechnikkritikern die Argumente auszugehen scheinen, müssen
sie daher wohl auf Selbstjustiz zurückgreifen.“ |